Herzlich willkommen !

Ich freue mich über Deinen Besuch in meiner kleinen Kreativecke im Netz und wünsche Dir viel Spaß beim Stöbern !

Samstag, 9. Dezember 2017

Rhabarber im Dezember

Hallo Ihr Lieben !

Da dachte ich, die Weihnachtssocken-Strickerei ist für dieses Jahr erledigt, aber immer noch fallen mir liebe Menschen ein, die ich gerne beschenken möchte.


 Ich hatte ja jetzt über ein Jahr lang das Strick- und Kochabo von Frau Wollträume. Eine Färbung war schöner als die andere und irgendwann im Frühling gab´s "Streusselkuchen" mit Rhabarber. Ich finde, die Färbung ist besonders schön gelungen und passt genau zum Thema.


Schweren Herzens habe ich mich entschlossen, kommendes Jahr einmal mit Abos auszusetzen, da ich wirklich mehr als genug Wolle im Keller liegen habe. Ausserdem würde ich dann auch gerne einmal wieder etwas anderes stricken als Socken ;-)).


Die Idee der "Verpackung" im Marmeladeglas habe ich übrigens aus der Ravelry-Gruppe der Wollträume abgeschaut. Ich finde, das ist mal was anderes und sieht wirklich nett aus.

So, ein paar Weihnachtssocken habe ich jetzt noch auf den Nadeln, aber dann ist wirklich Zeit für etwas anderes!

Ich wünsche Euch noch ein schönes 2. Adventwochenende, 

bis bald, liebe Grüße
Karen

Samstag, 2. Dezember 2017

Sockenmischmasch

Hallo Ihr Lieben !

Schon wieder ist so viel Zeit vergangen seit meinem letzten Post. Aber ich war nicht untätig. 4 Paar Socken habe ich fertig bekommen. Sie bleiben alle nicht bei mir, ich freue mich schon riesig darauf sie zu verschenken.


Letzte Woche wurde es bei uns so richtig schön winterlich. Auch wenn viele über den Schnee jammern, ich freue mich immer wie ein kleines Kind über die ersten Flocken.


Auch dieses Jahr möchte ich hauptsächlich selbst gemachte Dinge zu Weihnachten verschenken. Ich finde das einfach persönlicher als etwas gekauftes.


Außerdem sind mir die überfüllten Geschäfte und Einkaufsstraßen sehr zuwider. Ich weiß nicht, ob es mir aufgrund meines "fortgeschrittenen Alters" nur so vorkommt, oder ob die Leute wirklich immer mehr und immer gestresster und unfreundlicher werden. Was meint Ihr ?


Da werkel ich lieber in Ruhe zu Hause vor mich hin, genieße ab und zu mit meinen Lieben ein Lagerfeuer im Garten, empfange lieben Besuch und mach es mir so richtig gemütlich.


Diese Einstellung spiegelt auch das Bild wieder, das schon seit sicher 20 Jahren bei uns im Wohnzimmer hängt. 

Trotzdem besuche ich im Advent auch gerne schöne Weihnachtsmärkte, aber eben eher schon Nachmittags, wenn noch nicht der volle Trubel ausgebrochen ist. Unten seht Ihr ein Foto vom wunderschönen Weihnachtsmarkt bei der Karlskirche in Wien.


Bis bald, liebe Grüße
Karen

Sonntag, 19. November 2017

Kräuterwerkeleien

Hallo Ihr Lieben !

Zuerst einmal vielen herzlichen Dank für Eure lieben Worte und Eure Anteilnahme. Langsam und mit kleinen Schritten kehrt wieder "Normalität" in unseren Alltag ein - obwohl noch lange nicht alle "Baustellen" meiner kleinen Familie erledigt sind, geht es mir doch schon viel besser.

Heute möchte ich Euch endlich zeigen, was sich in den letzten Wochen in meiner Kräuterküche getan hat.

Aus Beinwellwurzel habe ich wieder eine Salbe hergestellt. Das Rezept dazu findet Ihr hier.


Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal ein Jahreskräutersalz gemacht. Zuletzt kamen noch getrocknete Pilze dazu, dann habe ich alles fein vermahlen und fertig ist das Jahressalz (alle Teile dazu findet Ihr unter dem Label "Jahreskräutersalz"). Angefangen von Knospen über Blätter, Blüten und Pilze kam im Jahresverlauf alles dazu, was gerade Saison hatte. Es riecht und schmeckt sehr gut !


Aus den letzten Schafgarbenblüten und -blättern habe ich eine Tinktur angesetzt.


Und schließlich und endlich habe ich mich auch noch einmal an das Seifen-Experiment gewagt. Einmal habe ich alleine geseifelt, dabei ist die orange Seife entstanden, die habe ich mit Paprikapulver gefärbt. Ein Mal war ein Freundin von mir hier, die das Seifeln auch einmal ausprobieren wollte. Dabei ist die naturfarbene Seife entstanden. Es hat viel Spaß gemacht, zu zweit zu werkeln und wir werden das bestimmt noch einmal wiederholen.

So, das war´s für heute. Beim nächsten Mal gibt es dann ganz viele gestrickte Socken zu sehen.

Bis bald, liebe Grüße
Karen

Mittwoch, 1. November 2017

Wie soll ich anfangen?

Hallo Ihr Lieben !

Ich weiß nicht, wie ich diesen Post beginnen soll. So viel ist in den letzten Wochen passiert und ist immer noch unfassbar. Das echte Leben hat mich und meine kleine Familie aus der Bahn geworfen und es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis wir wieder in die Normalität zurück finden.

Mein Schwiegervater ist völlig unerwartet verstorben und wir müssen aktzeptieren, dass wir uns fast auf den Tag genau 2 Jahre nach dem Tod der Schwiegermutter nun von einem weiteren Mitglied unserer Familie verabschieden müssen.

Momentan verbringen wir viel Zeit in der Natur, versuchen, auf uns zu schauen und uns die Zeit zu geben, die wir brauchen.

Ich hätte Fotos vorbereitet von meinen Kräuterwerkeleien, habe etliche Socken gestrickt, die Euch zeigen möchte, merke aber jetzt, dass das irgendwie noch nicht geht. Ich kann nicht locker-flockig über Kräuterrezepte schreiben und tun, als wäre nichts gewesen. Das kommt bestimmt wieder und ich hoffe, Ihr versteht, dass ich momentan auch nicht kommentieren mag. Das bedeutet nicht, dass ich nicht immer wieder bei Euch vorbeischaue und mich an den vielen schönen Dingen freue, die Ihr postet.

Hoffentlich bis bald, liebe Grüße
Karen

Freitag, 6. Oktober 2017

Hexen(socken) und Vorfreude

Hallo Ihr Lieben !

Weihnachten naht mit großen Schritten... na ja gut, mit kleinen Schritten, aber trotzdem bin ich schon fleißig beim Stricken. Um Euch aber nicht mit meinen Socken-Fotos zu langweilen dachte ich mir, ich verpacke diese in ein bisschen Information.

Die Farben dieser beiden Paare finde ich sehr "hexig", weshalb ich Euch heute ein bisschen etwas über Hexen erzählen möchte.


Sobald man das Wort "Hexe" hört, hat wohl jeder von uns verschiedene Bilder und Klischees im Kopf. Der Eine denkt an die böse, alte Hexe im Märchen, die meistens alleine im Wald wohnt und niemandem etwas Gutes will. Der Andere denkt an die Hexenverfolgung im Mittelalter oder wilde Gelage in der Walpurgisnacht.


Ursprünglich handelte es sich bei Hexen um Heilerinnen. Ihr Wissen um Kräuter, Rituale und Beschwörungsformeln stammt noch aus der Zeit der Kelten und Germanen. Sie wohnten keineswegs einsam im Wald sondern am Rand von Siedlungen. Jede größere Siedlung hatte eine Heilerin, die auch Geburts- und Liebeskräuter kannte. Diese "weise Frau" wohnte nahe der Wildnis, wo sie rasch Zugang zu den Wildkräutern hatte. Da Siedlungen damals von Hecken und Flechtwerk umzäunt waren, dem so genannten "Hag" (daher auch Hagedorn, Hagebutte), wurde die Heilerin "Zaunreiterin" oder "Hagezusse" genannt, woraus sich später der Name "Hexe" ableitete. Der Hag steht aber nicht nur für die Grenze zwischen Siedlung und Wildnis, sondern auch als Grenze zwischen der Welt der Geister und jener der Menschen.


Oft werden unter "Hexenkräutern" nur jene halluzinogene Giftpflanzen verstanden, die der Hexe halfen, sich zwischen den Welten zu bewegen. Dazu zählen zum Beispiel das Bilsenkraut, die Tollkirsche, der Eisenhut oder der Fliegenpilz. Zentrales Anliegen der Kräuterfrauen war jedoch, ihren Mitmenschen zu helfen und die Heilkräfte der Wildkräuter zum Nutzen Ihrer Mitmenschen einzusetzen.


Seit ich vor einigen Jahren begonnen habe, mich mit dem Thema Kräuter zu beschäftigen, habe ich sehr viel Literatur zu den verschiedensten Teilbereichen des Kräuterwissens angeschafft. Für mich persönlich habe ich festgestellt, dass ich mit dem "esoterischen" Aspekt dieses Themas nichts anfangen kann. Ich spreche keine Beschwörungsformeln während ich eine Salbe rühre und ich versuche mich auch nicht an Ritualen. Spannend finde ich das Thema trotzdem.

Von meinen Schwiegereltern bekam ich schon vor Jahren das "Kräuterhexen" Schild, das bei mir in der Küche hängt. Selbst würde ich mich noch lange nicht als Kräuterhexe bezeichnen, dafür weiß ich noch viel zu wenig - aber ich lerne stetig dazu


Für diejenigen unter Euch, die sich näher in das Thema vertiefen möchten, habe ich einige Buchtipps.
Ich bekomme nichts dafür, dass ich Euch diese Bücher nenne, schicke auch keinen Link mit. Ich denke, jeder von Euch hat einen Buchhändler seines Vertrauens, wo er Bücher kaufen oder bestellen kann.

"Kraft und Magie der Heilpflanzen" von Rudi Beiser (absolut empfehlenswert)
"Das Wissen der Kräuterhexen" von Susanne Grüning
"Die Magie der Hexen" von Claire
"Hexen-ABC" von Otus Verlag
"Hexen-Werk" von Ulla Janascheck & Elise Richer

Das ist nur ein kleiner Auszug aus meiner Kräuterbuch-Bibliothek, jene die mehr oder weniger mit Hexen zu tun haben.

Sooo, und jetzt will ich Euch noch verraten, worauf ich mich so freue: Ich mache bei Claudia mit bei ihrem Tee-Adventkalender. Wir haben ja schon ein paar mal gemeinsam Tee getrunken und dieses Mal kommen noch 22 andere Teetrinker(innen) dazu. So viel ich weiß, sind noch einige Plätze frei und ich würde mich freuen, wenn ich die eine oder andere von Euch beim Tee trinken treffen würde.


Zum guten Schluss möchte ich mich noch bei Martin bedanken, dass ich seine tollen Waldviertel-Waldfotos für diesen Post verwenden durfte. 

Bis bald, liebe Grüße
Karen

Montag, 25. September 2017

Herbstliche Junisocken

Hallo Ihr Lieben !

Für Juni hatten meine Männer eine sehr "rostige" Farbe ausgesucht. Ich dachte mir, die passen zu meinem Selcher und habe ihm daher Socken in Gr. 45 gestrickt.

Ab und zu lese ich auch gerne ein Märchen.

Mit der Wolle wurde es sehr knapp, so dass ich bei der Spitze improvisiert habe. Uns stört das aber gar nicht, im Gegenteil, so werden die Socken erst recht zu einem Unikat.


Besonders jetzt im Hebst lieben wir es, am offenen Feuer mit unserem Dutch Oven zu kochen. Dazu vielleicht ein anderes Mal mehr. Jetzt gehe ich wieder stricken. Momentan hab ich die August-Wolle auf den Nadeln ;-).

Ich wünsche Euch einen schönen Abend,

liebe Grüße, bis bald
Karen

Samstag, 16. September 2017

Minze

Hallo Ihr Lieben!

Ich finde, es ist wieder einmal Zeit für eine Kräutervorstellung. Heute möchte ich Euch ein bisschen etwas über ein Kraut erzählen, das Ihr bestimmt alle kennt: Die Minze.


Es gibt unzählige verschiedene Sorten und Kreuzungen von Minzen. Die wohl bekannteste davon ist die Pfefferminze, Mentha piperita. Man kennt sie auch unter dem Namen Englische Minze, Gartenminze, Hausminze, Teeminze, Katzenkraut, Ackerminze oder Feldminze. Alle Minzen gehören zur Familie der Lippenblütler. Auf meinen Fotos seht ihr Orangenminze und Pfeffermize und vermutlich eine Kreuzung aus beiden, da sich Minzen sehr gerne kreuzen und nebeneinander gesetzt eher nicht sortenrein bleiben.


Sie verbreiten sich auch gerne, weshalb es empfehlenswert ist, sie in Töpfen oder Trögen anzupflanzen. Bei mir wohnen sie in einer alten Sitzbadewanne. Die Pfefferminze enthält Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Menthol und ätherische Öle. Es werden sowohl die Blätter als auch die Blüten wegen ihrer krampflösenden, blähungswidrigen, schmerzlindernden, nervenstärkenden und schleimlösenden Wirkung verwendet. Man sagt, wenn jemand alle guten Eigenschaften von Minze nennen kann, dann weiß er auch, wie viele Fische im Ozean schwimmen.

Sicher hat fast jeder von Euch Pfefferminztee zu Hause. Dieser wird oft einfach zum Genuss getrunken. Allerdings sollte man dies nicht zu häufig tun, da sich der Körper sonst daran gewöhnt und die Pfefferminze ihre Heilwirkung verliert.

Das ätherische Öl der Pfefferminze wirkt kühlend, schmerzlindernd und desinfizierend. Es kann daher für Gurgellösungen oder Einreibungen (vor allem bei Kopfschmerzen) verwendet werden. Mein Sohn hat immer einen mit Pfefferminzöl getränkten Naseninhalatorstift bei sich, weil ihm der Geruch bei Übelkeit oder Bauchschmerzen angenehm ist. Als Tee eingenommen wirkt die Pfefferminze bei krampfartigen Beschwerden im Magen-Darmbereich. Bei akuten Magengeschwüren soll Pfefferminze allerdings NICHT verwendet werden!


In der Küche können Minzen vielfältig verwendet werden. Sie kann Bestandteil von Kräuteressig sein, mit frischen Blättern würzt man Salate, Soßen oder Suppen. Ich habe einen Pfefferminzlikör ausprobiert. Vorsichtshalber erst mal nur eine Flasche, aber ich glaube, nächstes Jahr werden es mehr ;-) Hier das Rezept für Euch:

Pfefferminzlikör:

5 große Pfefferminzzweige
einige Blättchen Melisse
Korianderkörner (ca. 10 Stk) und
2-3 Gewürznelken
250 g braunen Zucker

gemeinsam in ein großes Gefäß geben, mit 1 l Korn oder Obstbrand (je nach Geschmack) aufgießen und 8-10 Wochen an einem hellen, warmen Ort stehen lassen, dazwischen immer wieder schütteln. 

Sehr lecker, kann ich Euch sagen ! 

Es gibt auch eine interessante Geschichte, über die Entstehung der Minze:

Mentha war eine Sterbliche, mit der Hades, der griechische Gott der Unterwelt, seine Frau betrog; diese verwandelte das Mädchen in eine Pflanze - die Minze.

Minze galt früher als Symbol der Gastfreundschaft, man rieb den Tisch damit ab, ehe man Gäste bewirtete. 

Wie immer habe ich mein Wissen aus vielen verschiedenen Quellen zusammengetragen. Sollte mir ein Fehler unterlaufen sein, oder ich etwas Wichtiges vergessen haben: bitt melden.

Nun wünsche ich Euch noch ein schönes Restwochenende, 

bis bald, liebe Grüße
Karen